Liechtenstein Academy Tipps: Festtage ohne Nachwirkungen

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Achten Sie auf Ihre Atmung

Auch schon erlebt? Sie stehen im Supermarkt und haben das Gefühl, von einem anderen Planeten zu kommen? Konfrontiert mit tausenden von Produkten in den hunderten von Regalen, rumschwirrende, gestresste Leute mit Zetteln in ihren Händen und irgendwelches Gerede über Aktionsprodukte von einer Stimme aus den Lautsprechern. Das Ganze gemischt mit ja so beruhigender und zum Kauf animierender Hintergrundmusik. Sie finden sich Stunden später zu Hause wieder, gekauft irgendwas, nur nicht das, was Sie geplant hatten.

Stress entsteht dann, wenn wir das Gefühl haben, dass die auf uns prasselnden Reize (Anforderungen) von aussen unsere Kapazitäten überschreiten. Der Mensch verspürt dann Unruhe und Hektik. Dies kann sich zeigen durch einen erhöhten Puls mit Herzklopfen, Konzentrationsschwierigkeiten oder durch schnellere, flache Atmung. Für diese Symptome ist das autonome Nervensystem verantwortlich. Es unterhält Funktionen, die «autonom», also ohne unsere direkte Einflussnahme ablaufen. Bewusste Bauchatmung ist einer der wenigen beeinflussbaren Zugänge zum autonomen Nervensystem und somit eine Möglichkeit, sich vom Stress zu befreien. Zudem können wir unsere Atmung verändern, ohne uns mit unserem Verhalten zu exponieren, eine Tai Ji Übung im Supermarkt würde sicher Aufsehen erregen.

Was ist bei der Bauchatmung zu beachten:

  • Einatmen: Wenn möglich eine Hand in Höhe des Nabels auf den Bauch legen. Atmen Sie zunächst aus. Beim Einatmen hebt sich der Bauch und damit senkt sich das Zwerchfell und die unteren Lungenlappen füllen sich mit Luft. Die Hand wird dadurch angehoben.
  • Ausatmen: Beim Ausatmen kehrt das Zwerchfell in seine kuppelförmige Position zurück. Der Bauch wird flach und die Hand kommt in die Ausgangslage zurück.
  • Hinweis: Beeinflussen Sie die Atmung nicht mit dem Willen, sondern folgen Sie ihrem natürlichen Rhythmus. Atmen Sie so schnell oder langsam, wie es für Sie am bequemsten ist.

Gönnen Sie sich viel Wasser

Aus dem Sport wissen wir schon lange: Sinkt der Wasserhaushalt um nur 2%, sinkt die Leistungs-fähigkeit um 20%. Dies gilt auch für Leistungen im Alltag. Während der Weihnachtszeit ist Wasser-zufuhr von besonders hoher Bedeutung. Apéros gehören zur Tagesordnung, ein Glas Wein mit dem Chef, ein «Cüpli» mit dem Team und ein holzfassgereifter Whisky zu Hause vor dem Kamin mit den engsten Angehörigen. Aber auch die Süssgetränke, mit ihren tausenden von Zusätzen als Alternative zum Alkohol sind nicht viel besser.

Reines Wasser ist an allen biochemischen Prozessen beteiligt und ist Transportmittel zur Ausscheidung giftiger Stoffe. Wasser trinken ist somit wie an Weihnachten zur Beichte zu gehen; es macht unsere kleinen Sünden wieder gut. Ein Mensch sollte, bei nicht sportlicher Betätigung, mindestens zwei Liter pures Wasser pro Tag trinken. Um dies sicherzustellen, hilft es, einen Krug auf dem Ess- und Arbeits-tisch, sowie eine kleine Flasche im Auto oder in der Tasche zu platzieren. Die Flaschen liefern Ihnen nicht nur Wasser, sondern sie erinnern Sie auch ans Trinken.

Ernähren Sie sich vielfältig

Unbewusste körperliche Abläufe verbrauchen einen Bruchteil der Energie im Vergleich zu bewussten. Während im Büroalltag vieles Routine werden kann, sind wir in der Weihnachtszeit kognitiv (denkend) besonders gefordert. Herausforderungen wie: Welche Geschenke kaufe ich für wen? An welcher Feier nehme ich teil? Sind wir schon zu spät für die Planung der Skiferien? Wo verbringen wir Silvester? Was kommt auf den Tisch? «rauben» viel Energie. Neben Sauerstoff und Wasser ist die Ernährung beziehungsweise der Zucker der wichtigste Betriebsstoff für unsere Energie.

Achtung! Gemeint ist nicht der Zucker aus der Nahrung, sondern die vom Körper umgewandelte Form, welche der Körper speichern kann – das Glykogen. Zuckerhaltige Nahrungsmittel wirken sogar destabili-sierend auf den Blutzucker und Light Produkte führen zu Jojo-Effekten und zu wiederkehrendem Hunger.

Geniessen Sie die Festessen in vollen Zügen! Entscheidend für die Gesundheit ist das, was Sie im Alltag zu sich nehmen, nicht das, was Sie während speziellen Anlässen essen. Um während dem Tag über genügend Energie zu verfügen, nehmen Sie Blutzucker stabilisierende Produkte zu sich, wie:

  • Salate und Frischgemüse
  • Frisches Obst
  • Schokolade mit hohem Kakaoanteil (ab 60%)
  • Hülsenfrüchte
  • Vollkornprodukte, Vollreis
  • Milchprodukte ohne Zuckerzusatz

Bewegen Sie sich an der frischen Luft

Stellen Sie sich vor, wie der Grossvater Ihres Grossvaters wohl die Weihnachtszeit verbracht hatte. Er transportierte den Christbaum höchstwahrscheinlich nicht mit seinem Auto, denn erst um 1920 wurden in Europa die Autos für «normal Sterbliche» erschwinglich (durch die Übernahme der Fliessband-produktion von Henry Ford). Auch ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er seinen Weihnachtsbraten noch selber gejagt, erlegt und zubereitet hatte und nicht bequem im Supermarkt für ein paar Münzen in die Hand gedrückt bekam. Lange Rede kurzer Sinn, Ihr Vorfahr verbrannte die Kalorien von den Festmalen, den Keksen und der Schokolade bei dessen Organisation. Zudem war er oft an der frischen Luft und wie wir wissen, ist Sauerstoff einer der wichtigsten Betriebsstoffe für unsere Energie.
Wir empfehlen Ihnen deshalb in der Weihnachtszeit tägliche Bewegung:

  • Was?: Laufen, Gehen, Wandern, Ski- und Snowboardfahren etc. (immer an der frischen Luft)
  • Wie lange?: Minimum 45 Minuten ohne Stopp
  • Wie fest?: Moderat, d. h. nach der Bewegung kann man sofort andere Dinge tun, z.B: Kekse backen, Geschenke verpacken oder mit den Kindern spielen
  • Hinweis: Achten Sie darauf, dass Sie nicht gleich nach einem Festessen loslegen, besser davor.

Wir von der Liechtenstein Academy Foundation wünschen Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Wir freuen uns darauf auch im neuen Jahr mit Ihnen in Kontakt zu bleiben.

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